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Fackeln im Sturm – Historisches Spektakel oder fiktives Geplänkel

Der Amerikanische Bürgerkrieg (1861 – 1865) ist die zeitliche Rahmenhandlung der TV-Serie „Fackeln im Sturm“ aus dem Jahr 1985. Dabei werden die Ereignisse vor, während und nach dem Krieg beispielhaft an zwei befreundeten Familien dargestellt.

Worum drehte sich der Amerikanische Bürgerkrieg

Der Amerikanische Bürgerkrieg war der Gipfel lang anhaltender wirtschaftlicher, sozialer und politischer Konflikte, die aus den unterschiedlichen Ansichten der Nordstaaten und der Südstaaten resultierten. Eines der großen Streitthemen war damals die Sklaverei. Da diese in den Südstaaten verbreiteter war als in den Nordstaaten, profitierten Staaten wie Lousiana oder North Carolina sowohl wirtschaftlich als auch politisch von den Sklaven, obwohl sie flächenmäßig kleiner waren als Nordstaaten wie beispielsweise Nevada oder Minnesota. Um für Gleichberechtigung zu sorgen, wollte Abraham Lincoln, sobald er zum Präsidenten gewählt wurde, die Sklaverei abschaffen und alle in Amerika lebenden Sklaven zu freien Menschen erklären. Die Vertreter der Südstaaten waren allerdings dagegen und traten 1860 aus der Union der Staaten aus, nachdem Lincoln wirklich zum Präsident erklärt wurde. Es kam zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Südstaaten und den Nordstaaten, die schließlich 1861 nach dem Angriff auf das Fort Sumters durch den Süden zu einem Krieg ausarteten.

Der Amerikanische Bürgerkrieg in „Fackeln im Sturm“:

Auf die historische Korrektheit der Kostüme wurde in "Fackeln im Sturm" sehr genau geachtet.

Auf die historische Korrektheit der Kostüme wurde in “Fackeln im Sturm” sehr genau geachtet.

Die Produzenten der Serie legten fiel Wert darauf, dass der Amerikanische Bürgerkrieg in Fackeln im Sturm so realistisch wie möglich wiedergegeben wird, ohne dabei allzu trocken zu werden. Deshalb werden beispielsweise die politischen Konflikte vor dem Ausbruch des Krieges häufig durch Unterhaltungen zwischen den Charakteren vermittelt. Als der Amerikanische Bürgerkrieg in der Serie dann ausbricht, werden viele Originalcharaktere und Handlungsstränge in die Serie eingebaut und spannend in die Geschichte von General Orry Main von der Kolonialarmee (gespielt von Patrick Swayze) und seinem Freund George Hazard von den Nordstaaten eingebunden. Erst die dritte Staffel, die nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs spielt, lässt die historische Genauigkeit aus den Augen und fokussiert sich fast nur noch auf die Familienschicksale. Dennoch gilt „Fackeln im Sturm“ grundsätzlich als sehr Detailgetreu (es wurden sogar Kleinigkeiten wie Abzeichen von Bildern rekonstruiert, die heute im Museum ausgestellt werden) und der Amerikanische Bürgerkrieg wurde seitdem kaum wieder so historisch korrekt in einer Serie oder einem Film wiedergegeben.